Jungheinrich wächst mit dem Welthandel - Fokus auf Osteuropa

11.04.2007 16:38 Uhr

Der Hamburger Jungheinrich-Konzern, weltweit viertgrößter Hersteller von Lagertechnik und Gabelstaplern, wächst mit dem boomenden Logistikmarkt.

Hamburg. Allein in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres kletterte der Auftragseingang gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 15 Prozent auf 319 Millionen Euro und der Umsatz um 23 Prozent auf 288 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch in der Hansestadt mit. Der Auftragsbestand liegt mit 285 Millionen Euro um 36 Prozent höher als im Vorjahr. Jungheinrich profitiert vom wachsenden Welthandel und der Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen. „Im vergangenen Jahr wuchs der Weltmarkt für Flurförderzeuge um 14 Prozent auf 855.000 Einheiten“, berichtete der Interims-Vorstandschef Wolfgang Kiel. „In einem solchen Markt tätig zu sein, ist natürlich außerordentlich angenehm.“ Im laufenden Jahr sei mit einem weiteren Anstieg auf 910.000 Fahrzeuge zu rechnen. Im abgelaufenen Jahr realisierte Jungheinrich ein Umsatzwachstum von sechs Prozent auf 1,75 Milliarden Euro, wovon 53 Prozent auf den Verkauf von neuen Geräten entfielen. Der Rest stammt aus der Mietflotte mit mittlerweile mehr als 20.000 Fahrzeugen, dem Verkauf von gebrauchten Geräten und den Dienstleistungen nach dem Verkauf wie Wartung und Reparatur. Diese Bereiche spielen bei den Herstellern von Investitionsgütern eine immer größere Rolle und stehen auch bei Jungheinrich im Fokus. So hat das Unternehmen in der Nähe von Dresden ein zentrales Aufarbeitungswerk für gebrauchte Gabelstapler in Betrieb genommen. Auf der Agenda des Vorstandes steht zudem der Ausbau der Märkte in Osteuropa und China. Aus dem Jahresüberschuss von 67 (Vorjahr: 62) Millionen Euro erhalten die Vorzugsaktionäre eine Dividende von 54 (51) Cent je Aktie. Die Zahl der Mitarbeiter hat die Marke von 10.000 überschritten; Ende 2005 waren es noch 9000. Im Mai wird der Liebherr-Manager Hans-Georg Frey den Vorstandsvorsitz bei Jungheinrich als Nachfolger von Cletus von Pichler übernehmen, der im vergangenen Jahr gehen musste.

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