Jacobs Kaffee Logistikzug feiert zehnjähriges Jubiläum

08.07.2003 11:42 Uhr

Im Juli feierte der Jacobs Café Logistikzug von Kraft Foods in Berlin-Neukölln sein Jubiläum. Vor zehn Jahren auf die Schiene gesetzt, hat er Deutschlands Straßen zwischen Bremen und Berlin bis heute um insgesamt 65.000 Lkw entlastet.

Mehrmals pro Woche fährt der 510 Meter lange Zug, beladen mit rund 1200 Tonnen Rohkaffee aus Übersee in 60 Containern, von den Bremischen Häfen aus direkt auf das Werksgelände des Röstkaffeewerks in Berlin-Neukölln. Im Nachtsprung – Abfahrtszeit in Bremen ist 20:23 Uhr – übernimmt DB Cargo den Transport. "Die prekäre Lage auf unseren Straßen, insbesondere auch die Anwohnersituation in Berlin war Auslöser, über alternative Verkehrskonzepte für den Rohkaffee nachzudenken", sagt Stephan Becker-Sonnenschein, Unternehmenssprecher Kraft Foods. Innerhalb von neun Monaten brachte Kraft Foods zusammen mit den Dienstleistungspartnern DB Cargo, Bremer Lagerhaus-Gesellschaft (BLG), Weser International Commodities (WIC) und der zur Connex-Gruppe gehörenden Industriebahngesellschaft Berlin (IGB) am 1. Juli 1993 den Zug ins Rollen. Während DB Cargo nachts den Transport vom Hafen Bremen bis Berlin-Treptow übernimmt, kümmert sich die IGB um Zubringer- und Rangierdienste bis auf das Werksgelände. In den Händen der WIC liegt die nach Produktionsplan Just-in-time getaktete Kaffee-Container-Logistik. Sämtliche in Bremen angelandeten Rohkaffees gehen seitdem ausschließlich über die Schiene. Die Flexibilität des Schienentransports konnte DB Cargo mit dem Jacobs Café Logistikzug unter Beweis stellen: "Mit flexiblen Zugkonzepten können wir auf kurzfristige Planungswünsche unserer Kunden eingehen", sagt Hermann Graf von der Schulenburg, Bevollmächtigter des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn. Zurzeit steuert DB Cargo für Kraft Foods über 100 Kaffee-Züge im Jahr. Dazu haben alle Partner mehrere Millionen in Schienennetz und –logistik investiert. Der Transport ist dadurch sicherer, zuverlässiger und umweltschonender geworden. Durch das Umsteigen auf die Bahn konnte der Energieverbrauch um über 60 Prozent und der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid um zwei Drittel reduziert werden. Heinz Buschkowsky, Bürgermeister des 310.000 Einwohner zählenden Stadtbezirks Berlin-Neukölln, sieht in dem Verkehrskonzept ein Beispiel für Public Private Partnership, das öffentliche und privatwirtschaftliche Interessen unbürokratisch zusammenführt. "In einem so dicht besiedelten Raum gewinnen Umweltaspekte gesteigerte Bedeutung", sagt Buschkowsky.

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