Catanzaro. Der ehemalige italienische Transportminister, Alessandro Bianchi, ist entsetzt: Sein Nachfolger, Altero Matteoli, hat Streichungen von gut drei Milliarden Euro in seinem Budget zugestimmt, um die Abschaffung der Grundsteuer zu finanzieren. Hauptsächlich betroffen sind die Regionen Sizilien und Kalabrien, aber auch der Gütertransport insgesamt. Die Zuschüsse für die Meeresautobahnen in den nächsten drei Jahren sollen um 231 Millionen Euro gekürzt werden, diejenigen für die Straßensicherheit um 187 Millionen Euro, diejenigen für den kombinierten Transport um 45 Millionen Euro, diejenigen für den Schienenverkehr auf Sizilien, für den Ausbau der Staatsstraße 106 „Ionico“ sowie den Hafen Villa San Giovanni in Kalabrien um insgesamt eine Milliarde Euro. Zudem soll für den Straßenbau in beiden Regionen eine Milliarde Euro weniger ausgegeben werden. „In nur einem Monat“, kommentierte Bianchi, „hat man zerstört, was wir in zwei Jahren aufgebaut haben: die Basis für ein funktionierendes Transportsystem. Und den höchsten Preis zahlt, wie immer, der Mezzogiorno“. (rp)
Italiens Regierung streicht Transportetat
Die neue Regierung Berlusconi streicht auch das Budget für das Transport- und Verkehrsministerium, um die Grundsteuerabschaffung zu finanzieren