BRÜSSEL. Die Internationale Straßentransport-Union (Iru) befürchtet, dass die am 23. Februar erfolgte Aussetzung der neuen Ökopunkte-Verordnung durch den Präsidenten des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) ein "Handels-Chaos" bewirken könnte. Die angeordnete volle Anwendung der so genannten 108%-Klausel könnte in diesem Jahr zu einer Million Ökopunkte weniger führen. Das bedeute eine Streichung von mindestens 130.000 Fahrten von EU-Lastern durch Österreich, heißt es in einer Iru-Erklärung. Im Warenaustausch der EU-Länder käme es zu einem Jahresschaden von etwa 28 Milliarden Euro. Diese Behinderung des freien Warenverkehrs würde den EU-Grundprinzipien zuwider laufen, kritisiert die Weltorganisation der Straßentransporteure. Die Anordnung, betonte der EuGH, greife dem Urteil im Verfahren Österreich gegen EU-Kommission nicht vor. (vr/dw)
Iru kritisiert Stopp der Ökopunkteregelung
Weltorganisation der Straßentransporteure befürchtet ein Handels-Chaos.