München. Die sich verschlechternden Konjunkturdaten wirken sich jetzt auch auf die Transportbranche aus. Im Oktober hat sich die Stimmung im Straßengüterverkehr und unter den Speditionen massiv eingetrübt, wie aus dem Ifo-Konjunkturtest hervorgeht.
Vor allem die Unternehmen im Straßengüterverkehr beurteilen die zukünftige Lage zunehmend skeptisch. Der Indikator für die Erwartungen sackte im Straßengüterverkehr im Oktober auf minus 6,0 Punkte (ausgedrückt in Prozentsaldo). Damit rechnen erstmals seit dem Februar 2014, als der Wert knapp unter die Nullmarke rutschte (minus 0,6 Punkte), mehr Unternehmen mit einer Verschlechterung als mit einer Verbesserung der Lage. Eine so schlechte Erwartungshaltung hat es zuletzt im Oktober 2012 gegeben (ebenfalls minus 6,0 Punkte).
Aber auch der Indikator für die derzeitige Geschäftslage hat nachgegeben, und zwar von 13,6 Punkte auf 8,2 Punkte. Damit ist das Geschäftsklima im Straßengüterverkehr (ein zusammengefasster Wert aus Geschäftslage und Erwartungen) im Oktober mit 1,0 Punkte nur noch knapp über der Nullmarke-Linie.
Indikator für die Erwartungen bei den Spediteuren rauscht in den Keller
Auch unter den Speditionen gab es im September einen Stimmungsdämpfer. Zwar hat sich die derzeitige Geschäftslage sogar leicht verbessert. Der Indikator kletterte von 15,1 Punkte (September) auf 19,7 Punkte. Aber in den Keller gerauscht sind die Erwartungen: Hier ist der Indikator von 25,7 Punkte auf 6,2 Punkte eingebrochen. Einen solch deutlichen Rückgang innerhalbe eines Monats hatte es letztmalig im September 2011 gegeben. Noch sind aber beide Werte im positiven Bereich, so dass der Indikator für das Klima mit 12,8 Punkten bei den Speditionen auch spürbar besser ausfällt als bei den Unternehmen im Straßengüterverkehr. (cd)