IDS Scheer litt unter US-Tochter

30.01.2002 07:00 Uhr

Zwar hat das Software- und Beratungshaus IDS Scheer seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2001 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 28 Prozent auf fast 161 Millionen Euro steigern können.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ist aber im gleichen Zeitraum von 12,8 Millionen Euro um gut 30 Prozent auf 8,8 Millionen Euro gefallen. Damit ergibt sich eine magere Ebit-Marge von 5,5 Prozent. Im Jahr 2000 waren es noch über zehn Prozent. Im nächsten Jahr solle das besser werden, verspricht Vorstandssprecher Helmut Kruppke und verkündet die Ziele für das laufende Geschäftsjahr: Umsatz plus 15 Prozent und Ebit-Marge um 2,5 Prozentpunkte rauf – macht acht Prozent. Kruppke gibt zu, "wir haben die eigenen Pläne beim Profit nicht erreicht." Schuld an daran ist nicht zuletzt das USA-Geschäft. Dort sind nach Angaben von Vorstandssprecher Ferri Abolhassan die Personaldecke, der Overhead und die administrativen Kosten zu hoch gewesen. Die Probleme haben man aber gelöst. Das hat zu restrukturierungsbedingten ergebniswirksamen Sondereffekten von rund 2 Millionen Euro geführt. Dazu zählen Firmenwertberichtigungen, Abfindungen für jetzt ehemalige Mitarbeiter und die Kosten für die abgesagte Übernahme des Beratungsbereichs von Bristlecone. Für 2002 seien aber keine weiteren diesbezüglichen Kosten zu erwarten. Man habe das Personal von 110 auf 50 Mitarbeiter gekürzt, das Topmanagement ausgetauscht und die Fixkosten um die Hälfte gesenkt. "Der Umsatz von 2001 reicht jetzt aus, um d 2002 in Amerika den Break-Even zu erreiche", sagt Abolhassan. Ohne das US-Abenteuer, wäre das Auslandsgeschäft von IDS Scheer in der Summe schon 2001 profitabel gewesen. Jetzt sollen 2002 alle Auslandsaktivitäten Profite machen.

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