Brüssel. Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Axel Horstmann (SPD) hat die Europäische Union um finanzielle Hilfe beim Ausbau der grenzüberschreitenden Güter-Bahnlinien gebeten. "Nach der Erweiterung der EU im Jahr 2004 wird NRW zum Transitland par excellence", sagte der Minister am Montagabend nach Gesprächen mit der EU-Kommission in Brüssel. "Europa muss uns bei der Bewältigung dieser Transitrolle unterstützen." Der Minister rechnet nach der Erweiterung mit 60 Prozent mehr Güterverkehr auf Nordrhein-Westfalens Straßen und Schienen. Das Land werde für den Gütertransport zwei Bahnstrecken in die Niederlande und nach Belgien vordringlich ausbauen. Die Kosten für den "Eisernen Rhein" und die Betuwe-Linie lägen je in dreistelliger Millionenhöhe. Horstmann zeigte sich nach einem Treffen mit EU- Erweiterungskommissar Günter Verheugen zuversichtlich. "Die EU- Kommission scheint geneigt, im Rahmen eines umfassenden Netzes diese Projekte zu fördern." Die EU-Kommission stellt derzeit jährlich rund 600 Millionen Euro für die so genannten Transeuropäischen Netze bereit. Mit dem Geld wird der Ausbau von Straßen, Schienen und Wasserstraßen gefördert, die den Verkehr quer durch Europa leiten. Die Betuwe-Linie von Rotterdam ins Ruhrgebiet könnte bis 2007 fertig gestellt sein, so der Minister. Beim "Eisernen Rhein", einer Schienentrasse von Antwerpen nach Duisburg, gebe es dagegen noch Unstimmigkeiten zwischen den Niederlanden und Belgien. (vr/dpa)
Horstmann wirbt in Brüssel für Finanzhilfe beim Bahn-Ausbau
Kosten für "Eisernen Rhein" und Betuwe-Linie in dreistelliger Millionenhöhe