Die Schweiz will trotz hohen allgemeinen Sicherheitsniveaus ihrer Eisenbahntunnels in langen Tunnels weitere Sicherheitsvorkehrungen treffen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Bundesamts für Verkehr (BAV), die nach den verheerenden Bränden im Montblanc- und im Tauerntunnel 1999 veranlasst worden ist. Bei 84 zwischen 300 und 3000 Meter langen Tunnels sollen zusätzliche Maßnahmen geprüft werden, bei 26 wurden bereits Verbesserungen angeordnet. Von den insgesamt 689 Eisenbahntunnels des gesamten Schweizer Schienennetzes wurden 579 (oder 84 Prozent) als sicherheitstechnisch "unproblematisch" eingestuft, wobei es sich allerdings größtenteils um Tunnels von höchstens 300 Metern Länge handelt. Wie das BAV festhält, ist die Bahn nach wie vor ein sicheres Verkehrsmittel, bei dem jedoch die möglichen Auswirkungen eines Unfalls groß sind. Der Sicherheitsbereich erfordere deshalb besondere Maßnahmen. (vr/hrk)
Hohes Sicherheitsniveau bei Schweizer Eisenbahntunnels
Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für besonders lange Tunnels geplant