Hildesheim. Hohe Bußgelder können ein Beitrag sein, um unfaire Wettbewerbspraktiken im Güterkraftverkehr, aber auch im Personenverkehr, wirksam zu bekämpfen. Zu dieser Überzeugung kamen die Teilnehmer eines Workshops zum Thema während der Jahresversammlung des Gesamtverbands Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN). Einvernehmen bestand auch darüber, dass verbreitete Verstöße – etwa das Überschreiten des zulässigen Gesamtgewichts oder die Missachtung der Ruhe- und Lenkzeiten – oftmals auf Druck der Auftraggeber erfolge. Daher müssten auch diese stärker als bislang zur Rechenschaft gezogen werden. Berndt Houben, Leiter der Außenstelle Hannover des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG), sagte: "Mit hohen Bußgeldern erzielt man Erfolge." So würde das BAG inzwischen ganz gezielt Verstöße gegen die Kabotagebestimmungen ahnden "und vollstrecken". Andererseits wisse man beim BAG auch, dass die deutschen Bußgelder im Vergleich zu Frankreich oder Spanien immer noch gering ausfielen. Houben wörtlich: "Die Franzosen lachen über unsere Bußgelder." (eha)
Höhere Bußgelder: Auftraggeber auch stärker in die Pflicht nehmen
Workshop im Rahmen der Jahresversammlung des Gesamtverbands Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) befasste sich mit dem Für und Wider höherer Bußgelder.