Hamburg. Mit einer Qualitätsoffensive in der Mitarbeiterausbildung bereiten sich Hamburgs Möbelspediteure auf schwierigere Zeiten vor. Wie die Fachvereinigung Möbelspedition, Umzugslogistik und Relocation Hamburg (Famö) im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung in Hamburg mitteilte, befänden sich in Hamburg bereits 35 Menschen in der Ausbildung zur Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice. „Mit diesem neuen Berufsbild wollen wir die Qualifikation der in der Umzugsbranche beschäftigten Mitarbeiter erhöhen“, erläuterte die 2. Vorsitzende der Famö, Barbara Dakin. Im Rahmen der Ausbildung erhalten die Mitarbeiter bei Partnerfirmen beispielsweise Kenntnisse über die Installation von Küchen. „Damit wollen sich unsere Mitgliedsunternehmen bewusst von Billiganbietern absetzen.“ Ein großes Problem für die 45 zusammengeschlossenen Hamburger Firmen sei auch weiterhin die Schwarzarbeit. Famö-Geschäftsführer Kurt-Jürgen Schimmelpfeng wies deshalb darauf hin, dass bei Verstößen bis zu 25.000 Euro fällig werden könnten. Er hob außerdem die Möglichkeit der Internetbewertung der Hamburger Umzugsspediteure durch den Auftraggeber hervor. „Auch dadurch wollen wir unsere Qualität steigern und uns von anderen, nicht im Verband organisierten Umzugsanbietern absetzen“, so Schimmelpfeng. (ag) Bislang alufe das Geschäft aber noch einigermaßen stabil, erklärte Schimmelpfeng in Hamburg. Nach einer Statistik der Famö zieht rund jeder achte Hamburger einmal im Jahr um. „Das bleibt sicher auch in der Krise so und sorgt für ein einigermaßen stabiles Umzugsgeschäft“, war sich Schimmelpfeng sicher. Sorgen bereitete ihm aber der rückläufige Wohnungsbau in Hamburg, der entsprechend weniger Umzüge generiere. Neben den klassischen Umzügen sei der Transport von Neumöbeln das zweite Standbein der Unternehmen. (ag)
Hamburger Möbelspediteure starten Qualitätsoffensive
Famö-Mitgliedsunternehmen setzen in der Wirtschaftskrise auf Mitarbeiterqualifikation