Der Hamburger Hafen, größter deutscher Seehafen, hat zum dritten Mal in Folge seinen Umschlag deutlich gesteigert. Mit 92 Millionen Tonnen Gesamtumschlag wurde das Vorjahr um 8,5 Prozent übertroffen, teilte die Wirtschaftsbehörde am Montag in Hamburg mit. "Das belegt die ausgezeichneten Wachstumsperspektiven unseres Hafens", sagte Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU). Ob die Umschlagsmenge im laufenden Jahr die Marke von 100 Millionen Tonnen überschreite, hänge von der Entwicklung der Weltkonjunktur in den kommenden Monaten ab. Wachstumsmotor war mit einem Plus von 10,4 Prozent auf 4,7 Millionen Standardcontainer (TEU) abermals der Containerverkehr. Hamburg konnte damit die höchste Steigerung unter den Großhäfen in Nordwest-Europa verbuchen. "Wir haben unseren Marktanteil in der Hamburg-Antwerpen-Range verbessert", erklärte Uldall. "Offenbar sind hier neben der Leistungsfähigkeit des Hafens die strategischen Vorteile zum Tragen gekommen." Als Hafen an zwei Meeren profitiere Hamburg von der Nähe zur Ostsee und den Märkten in Mittel- und Osteuropa. Dazu komme die traditionelle Funktion als Tor nach Asien und China. Knapp 94 Prozent des Stückguts im Hamburger Hafen wird mittlerweile in Containern umgeschlagen. Weil der Containertransport immer preisgünstiger wird, verladen die Transporteure auch Güter von geringem Wert in Container. Doch auch der Umschlag des konventionellen Stückguts, das seit Jahrzehnten an Boden verliert, hat sich in Hamburg zumindest auf dem Niveau des Vorjahres bei 3,4 Millionen Tonnen stabilisiert. Zudem nahm der Umschlag von Massengut um 7,6 Prozent zu, besonders von Kohle und Mineralölprodukten. Laut Uldall ist der Hafen für weiteres Wachstum gut gerüstet. (vr/dpa)
Hamburger Hafen steuert auf 100 Millionen Tonnen Umschlag zu
Wachstumsmotor war 2001 wieder der Containerverkehr