Hamburg. Im Hamburger Hafen sollen wegen des Umschlagbooms in den nächsten Jahren Milliarden investiert werden, um den größten deutschen Hafen wettbewerbsfähig zu halten. Die Hansestadt sowie die beiden Umschlagunternehmen Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und Eurogate wollen mehr als zwei Milliarden Euro in den Ausbau von Infrastruktur und Anlagen investieren, teilte der Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) heute mit. „Der Investitionsbedarf ist nach oben offen“, sagte Uldall. „Man kann immer noch etwas oben drauf legen.“ Im Jahr 2005 nahm der Seegüterumschlag im Hamburger Hafen um 9,8 Prozent auf insgesamt 126 Millionen Tonnen einen neuen Umschlagsrekord zu. Hauptwachstumsträger war der Containerverkehr. Der Containerumschlag kletterte im Vergleich zum Vorjahr von 7,0 auf 8,1 Millionen Standardcontainer (TEU). Die Steigerung um 15,5 Prozent war nicht nur die höchste seit Jahren in Hamburg, sondern auch stärker als in den drei großen Konkurrenzhäfen Nordwest-Europas, so dass sich der Marktanteil des Hamburger Hafens weiter erhöhte. Allein der Verkehr mit China, ohnehin schon größter Handelspartner des Hamburger Hafens, stieg um knapp 30 Prozent und überschritt erstmals die Zwei-Millionen-TEU-Marke. Russland legte um mehr als 50 Prozent zu und ist mittlerweile viertgrößter Markt für den Hafen. Nach den gängigen Prognosen soll der Containerumschlag in Hamburg bis 2010 auf rund 13 Millionen TEU und bis 2015 auf 18 Millionen TEU wachsen. Der Seegüterumschlag insgesamt, also einschließlich der Massengüter wie Kohle oder Getreide, stieg im vergangenen Jahr um 9,8 Prozent oder 11,3 Millionen auf 126 Millionen Tonnen. (dpa/sb)
Hamburger Hafen mit Umschlagboom
Hansestadt kündigt Milliardeninvestitionen an: Hafen baut führende Position im Containerhandel aus