Hamburg. Der Containerumschlag im Hamburger Hafen bekommt im zweiten Quartal Schwung. Im Vergleich zu 2009 könnte es ein Plus von rund zehn Prozent werden, prognostizierte Claudia Roller vom Hafen Hamburg Marketing-Vorstand am Montag. «Auch in Hamburg geht es langsam aber sicher bergauf.» In den ersten drei Monaten des Jahres lag der Umschlag mit 1,8 Millionen Containern (TEU) noch um vier Prozent unter dem Vorjahreswert. Im März drehte die Entwicklung aber ins Positive. Mit 642.000 TEU wurde ein Plus von 10,9 Prozent erreicht. Damit gelinge es der Hansestadt, wieder Anschluss an die Entwicklung der Konkurrenzhäfen zu finden, sagte Roller.
Positiv bewertete sie die Aufnahme mehrerer neuer Containerlinien seit Jahresbeginn zum Beispiel in den Ostseeraum und nach Asien. Etliche Dienste waren während der Finanz- und Wirtschaftskrise eingestellt worden. Das wieder sehr hohe Wirtschaftswachstum in China werde sich auf den Umschlag im Hamburger Hafen auswirken, sagte Roller. Optimistisch stimme auch die Entwicklung in Brasilien.
Beim Containerverkehr ist Hamburg seit Ende 2008 deutlich zurückgefallen. So wurden im ersten Quartal dieses Jahres so viele TEU umgeschlagen wie im Vergleichsquartal 2005. Der höchste Wert war 2008 mit 2,5 Millionen Stück erreicht worden. Im Juli soll erstmals ein Containerschiff mit einer Ladekapazität von 14 000 TEU den Hamburger Hafen anlaufen. Der Gesamt-Güterumschlag im Hamburger Hafen stieg in den ersten drei Monaten des Jahres um 4,6 Prozent auf 28,6 Millionen Tonnen. (dpa)