Rotterdam. Das Fehlen von Tiefgangsbeschränkungen wirkt sich für den Rotterdamer Hafen im Wettbewerb der europäischen Seehäfen immer günstiger aus. Zu dieser Einschätzung kommt der Städtische Hafenbetrieb Rotterdam (SHR) nach Auswertung der Güterströme sowie Schiffsanläufe im 1.Halbjahr. So wurden im Berichtszeitraum 165 (2002:151) Großcontainerschiffe mit 6.000 TEU und mehr gezählt. Diese Frachter verkehren schwerpunktmäßig im Fernost-Europa-Verkehr. Rotterdam werde von den großen Reedereien immer häufiger zum ersten Anlaufhafen in Europa bestimmt, von wo die Ladung schnell ins Hinterland gelangen kann. Auch würden die Frachter dadurch "leichter", so dass sie anschließend auch Häfen wie Hamburg oder die Bremischen Häfen anlaufen können. Für letztere gilt trotz der jüngsten Fahrrinnenanpassung von Elbe und Weser weiterhin eine Tiefgangsbeschränkung für die ganz großen Frachter. Im Sog der "Großen" verzeichnet der SHR zudem einen deutlichen Anstieg der so genannten Feeder-Frachter (bis zu 1000 TEU). Die Zahl der Anläufe von Schiffen dieser Klasse, die für die europaweite Weiterverteilung der Container unverzichtbar sind, lag im 1.Halbjahr um rund 30 Prozent über dem Vorjahr. Das zeige, dass Rotterdams Rolle als "Drehscheibe für den europäischen Containerverkehr" zunehme, frohlockt der SHR. (vr/eha)
Hafen Rotterdam: Immer mehr Großcontainerfrachter kommen
Wettbewerbsvorteil durch unbegrenzten Zugang für Schiffe mit großem Tiefgang