Der Nordlandkai im Lübecker Hafen entwickelt sich immer eindeutiger zu einem Umschlag- und Distributionszentrum der Produkte der skandinavischen Papier- und Zelluloseindustrie. Dieser Entwicklung trägt die stadteigene Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) durch hohe Investitionen Rechnung. Jetzt konnte der Hafendienstleister mit der Inbetriebnahme der Halle 51 ein neuer Meilenstein im Hafenteil Nordlandkai gesetzt werden, der seit drei Jahren völlig neu gestaltet wird. Dabei wurden auch die alten Hallen 39 und 61 abgetragen und in Form so genannter Multifunktionshallen (Fast-Dispatch-Center) ersetzt. 40 Millionen DM flossen in die Errichtung dieser Einrichtungen. In die Konzeption und das Layout der Hallen gingen die Kundenanforderungen mit ein. Die Einrichtungen gewährleisten einen optimalen Schutz der empfindlichen Produkte. Zugleich erlauben sie intermodale Umschlagoperationen. So kann simultan an der Land- und Seeseite auf Lkw und Bahn weiter verladen werden, und zwar wettergeschützt. Die Bahn spielt beim Weitertransport der Papiererzeugnisse zu den Empfängern eine besondere Rolle. Ihr Marktanteil liegt bei 30 Prozent. Er soll nach den Vorstellungen der LHG noch weiter gesteigert werden. Das Forstprodukten-Aufkommen über Lübeck betrug 2000 mehr als vier Millionen Tonnen. Erst kürzlich bestimmte der finnische Papierhersteller UPM-Kymmene, das ein "Ladungspaket" mit 250 000 Tonnen, das bislang über den Hafen Kiel ging, auf Lübeck konzentriert wird. UPM wickelte 2000 rund 1,05 Millionen Tonnen über Lübeck ab. (vr/eha)
Hafen Lübeck setzt auf Papier
Große Rolle der Bahn beim Weitertransport der Papiererzeugnisse