-- Anzeige --

Hafen Hamburg: Platzhirsch HHLA findet zu alten Stärken zurück

2010 hat die HHLA 5,8 Millionen TEU umgeschlagen
© Foto: HHM

Starke Zuwächse im Containergeschäft und im Intermodal-Segment / Viele Einflussfaktoren speisten den Erfolg


Datum:
03.02.2011
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Hamburg. Die Hamburger Hafen- und Logistik AG (HHLA) hat 2010 wieder ordentlich Fahrt aufgenommen. Wie der Konzern am Donnerstag vorab mitteilte, stieg der Konzernumsatz 2010 um rund acht Prozent auf 1,073 Milliarden Euro nach 991 Millionen im Krisenjahr 2009. Als Betriebsergebnis weist der Konzern rund 192 Millionen Euro (2009: 160 Millionen Euro) aus. HHLA-Konzernvorstand Klaus-Dieter Peters spricht von einem "sehr erfreulichen" Geschäftsverlauf. Mit dem Ergebnis habe man die im Herbst letzten Jahres "angehobene Jahresprognose" erfüllt. Peters freut sich vor allem darüber, dass es dem Konzern innerhalb der Hamburg-Antwerp-Range gelang, Marktanteile im Containersegment wieder zurückzugewinnen. Die jetzt noch vorläufigen Konzernzahlen sollen am 31.März durch die Vorlage der dann endgültigen Zahlen ersetzt werden.

Trotz des Erfolges ist der Hafenlogistiker noch ein gutes Stück vom Vorkrisenniveau entfernt. 2008 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 1,32 Milliarden Euro und wies einen Gewinn von 345 Millionen Euro aus. Das Kerngeschäft, der Containerumschlag, bescherte dem Unternehmen 2010 insgesamt 5,8 Millionen TEU. Das entspricht einem Zuwachs von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit dem prozentualen Zugewinn schließt die HHLA allerdings an die Umschlagentwicklungen im Vor-Krisen-Zeitraum an. Zur Erinnerung: 2008 hatte der Konzern "nur" noch um 1,2 Prozent beim Containerumschlag zulegen können, der sich damals bei 7,3 Millionen TEU einpendelte. Für den Hamburger Hafen als Ganzes war 2008 das bislang beste Jahr seiner Geschichte. Die "magische Grenze" von zehn Millionen Standardcontainer (TEU) wurde nur knapp verfehlt.

Starker deutscher Export hatte auch einen wichtigen Anteil am Erfolg

Die positive Entwicklung sowohl im Brot- und Buttergeschäft "Containerumschlag" als auch im wichtigen Segment Intermodal speist sich aus mehreren Quellen. So profitierte auch die HHLA vom starken deutschen Export sowie der Erholung in den für den Hamburger Hafen wichtigen Märkten Asien und Osteuropa. Auch die erheblichen, internen Kraftanstrengungen zur Kostensenkung zeigten Wirkung. Das gilt vor allem für den Feeder-Verkehr, der als Folge der Krise 2009 im gesamten Hamburger Hafen um fast 50 Prozent einbrach. Technische Maßnahmen, wie zum Beispiel die Inbertriebnahme neuer Containerbrücken am wichtigsten Terminal, dem Containerterminal Burchardkai (CTB), trugen zudem zu einem erheblichen Produktivitätszuwachs bei.

Angesichts der positiven Entwicklung verschwanden 2010 auch Pläne wieder in der Schublade, die Kapazitäten auf dem kleinsten Terminal, Containerterminal Tollerort (CTT), zeitweise still zu legen. Dieser Terminal wird nach den Plänen der Hamburg Port Authortiy (HPA) in den kommenden Jahren mit großem technischen und materiellen Aufwand angepasst. Der Übergang zum Elbstrom wird vollständig verändert. Dazu werden bis 2016 unter anderem vier Hektar Landmassse abgetragen, wodurch die Schiffe den Terminal wesentlich leichter ansteuern können. Zugleich entstehen zwei neue Feeder-Liegeplätze.

Intermodal-Sparte bleibt eine tragende Säule des Konzerns

Das Intermodal-Geschäft verlief 2010 mit einer Gesamttransportmenge von 1,7 Millionen TEU erfolgreich Der Zuwachs liegt bei 13,1 Prozent. Zu den Glanzlichtern des vergangenen Jahres gehört unter anderem die Inbetriebnahme einer neuen Terminal-Drehscheibe im polnischen Kattowitz. In diesem Jahr soll der Standort Posen ausgebaut werden. Zu den erfolgreichsten HHLA-Inlandterminals gehört die Anlage im tschechischen Melnik bei Prag. Hier werden neben den Verkehren von und nach Tschechien sowie der Slowakischen Republik auch Güterströme von und nach Ungarn gebündelt. Seit 2010 arbeitet die HHLA an einem Inlandterminal-Konzept für Deutschland. Dabei arbeitet das Unternehmen mit dem Mitbewerber Eurogate-Gruppe zusammen. Sie musste an ihrem Hamburger Seehafen-Terminal für 2010 einen Ladungsmengenrückgang um 0,9 Prozent auf 2,1 Millionen TEU hinnehmen.

Das Gesamtergebnis des Hamburger Hafens wird am 7.Februar in der Hansestadt im Rahmen einer Pressekonferenz der Hafen Hamburg Marketing (HHM) präsentiert. (eha) 

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.