Hamburg. Mit einem Dementi hat Hafen Hamburg Marketing (HHM) auf die Ergebnisse einer Umfrage einer Fachzeitung reagiert, der zufolge 84 Prozent der Verlader ihre Importe oder Exporte aufgrund der Abfertigungsprobleme in der Hansestadt teilweise über andere Häfen routen. „Wir können diese Aussage nicht nachvollziehen“, sagte Axel Mattern, Vorstand von Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM), der Marktforschungs- und Marketingorganisation des Hamburger Hafens. In der Marktregion Bayern/Baden-Württemberg habe HHM von weniger als zehn der 4500 von HHM betreuten Unternehmen, die seeseitigen Außenhandel betreiben, die Rückmeldung erhalten, dass aufgrund von Abfertigungsproblemen Transporte verlagert werden. In Nord- und Westdeutschland sind es 15 von 1000 Unternehmen, die meist nur kurzzeitig auf andere Häfen ausweichen.
Auch in der Umschlagstatistik lässt sich kein Negativtrend abteilten. Im ersten Quartal hatte Hamburg im Containerumschlag Marktanteile gewonnen, auch im zweiten Quartal sieht es gut aus. Die Zahlen werden allerdings erst am 18. August präsentiert. Mattern warnte davor, Probleme an einzelnen Terminals mit der Leistungsfähigkeit des gesamten Universalhafens gleichzusetzen. Dies würde dem Hamburger Hafen enorm schaden. (hel)