Paris. Dunkerque, Frankreichs drittgrößer Seehafen nach Marseille und Le Havre, konnte den Umschlag im letzten Jahr nur um ein Prozent auf insgesamt 57,7 Millionen erhöhen. Zeigte die Entwicklung noch Ende November mit + 3,5 Prozent nach oben, brachte der Dezember alleine im Bereich des Umschlags von Eisen und Stahl einen Mengenrückgang um eine Million Tonnen. Der Containerverkehr verzeichnete 2008 ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was sowohl auf die wieder angelaufenen Bananenlieferungen von den französischen Antillen als auch die Rückkehr des dänischen Reeders Maersk nach Dunkerque zurückgeführt wird. Er hatte zuletzt den Nachbarhafen Le Havre vorgezogen, der jedoch im vergangenen Jahr durch Streiks beeinträchtigt worden ist. Der RoRo-Fährverkehr der Norfolkline nach Dover erhöhte sich um vier Prozent. Hafenvorstand Martine Bonny sieht dem neuen Jahr mit Pessimismus entgegen, kündigte aber an, dass die vorgesehenen Investitionen zur Erneuerung und Modernisierung der Hafenanlagen nicht gestoppt werden sollen. Eingeplant sind dafür 36,8 Millionen Euro. (jb)
Hafen Dunkerque mit nur ein Prozent Zuwachs
Die Investitionen in den französischen Hafen sollen trotz pessimistischer Perspektiven für 2009 fortgesetzt werden