Berlin. Beim geplanten Börsengang der Bahn sollte aus Sicht der Grünen neben dem Gleisnetz auch der Immobilienbestand im direkten Bundesbesitz bleiben. Andernfalls drohten Immobilien rasch zur Hebung milliardenschwerer Reserven verkauft zu werden, sagte Fraktionschef Fritz Kuhn heute in Berlin. Vor der in diesem Herbst anstehenden Entscheidung über die Teilprivatisierung des bundeseigenen Konzerns müsse zudem die umstrittene Zuordnung von Immobilien in der Bilanz geregelt werden. Daran arbeiten Bahn und Verkehrsministerium derzeit. Bahn-Finanzvorstand Diethelm Sack hatte angekündigt, dass diese Fragen bis Oktober/November bilanziell abgehandelt sein sollten. Der Bundesrechnungshof hatte moniert, dass zahlreiche Immobilien in der Bilanz der Konzernmutter und nicht Tochtergesellschaften zugeordnet wurden. Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte betont, die Bahn habe dadurch keine unberechtigten Gelder erhalten. In Berlin kamen Vorstand und Aufsichtsrat der Bahn heute mit Vertretern der federführenden Bundesministerien zu einem informellen Treffen über den weiteren Fahrplan zum geplanten Börsengang zusammen. (dpa/tz)
Grüne gegen Börsengang der Bahn mit Immobilienbestand
Befürchtung: Immobilien könnten zur Bildung milliardenschwerer Reserven verkauft werden