Hamburg. Der vom Hamburger Senat angestrebte Verkauf von bis zu 49,9 Prozent an der Hamburger Hafen - und Logistik AG (HHLA) sorgt bei den Beschäftigten zunehmend für Unruhe. Damit nicht genug: Am 14.Dezember wollen die HHLA-Mitarbeiter eine groß angelegte Demonstration in der Hamburger Innenstadt durchführen, und zwar direkt im Anschluss an eine weitere Betriebsversammlung. Der Demonstrationszug wird dabei „verschiedene Schlenker" machen und am Sitz der Konzernzentrale in der Hamburger Speicherstadt enden. Am selben Tag kommt der Aufsichtsrat des Konzerns zusammen. Der Demonstrationsbeschluss fiel am Sonntag auf einer Betriebsversammlung im Hamburger Congress-Zentrum CCH. Auf der Veranstaltung, an der auch der HHLA-Vorstand teilnahm, warnte Harald Erven, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, den CDU-geführten Senat davor, den Konzern zu „zerschlagen" und das erfolgreich arbeitende Unternehmen und seine Mitarbeiter „endlich in Ruhe ihre Arbeit nachgehen lassen". Genährt werden die „Zerschlagungs"-Befürchtungen nach VerkehrsRundschau-Informationen durch einen als „streng vertraulich" eingestuften Bericht, demzufolge unter anderem das wertvolle Speicherstadt-Ensemble sowie der St. Pauli-Fischmarkt in anderer Form verwertet werden soll. Wie die VerkehrsRundschau aus Unternehmenskreisen weiter erfuhr, steuert die HHLA in diesem Jahr auf einen Rekordüberschuss zu, der „in Richtung der 100 Millionen Euro liegen dürfte". Zur Erinnerung: Der Konzern wies 2005 bei einem Umsatz von 833 Millionen Euro einen Gewinn von rund 61 Millionen Euro aus (plus 70 Prozent gegenüber 2004). (eha)
Großdemonstration gegen HHLA-Verkauf geplant
Betriebsrat warnt Hamburger Senat vor Zerschlagung des Konzerns: Interner Bericht schlägt Verkauf des Speicherstadt-Ensembles vor