München. Verteuerter Straßengüterverkehr und eine Verbannung von unverderblicher Ware auf die Schiene – das sind die Instrumente, mit denen der amtierende EU-Verkehrsministerratsvorsitzender Hubert Gorbach mehr Güterverkehr auf die Schiene bringen will. Im Interview mit der „VerkehrsRundschau“ erläutert der österreichische Verkehrsminister Gorbach: „Ich stelle mir visionär vor, dass Transporte mit unverderblichen Gütern wie Holz oder Schrott in einigen Jahren gar nicht mehr per LKW über den Brenner fahren dürfen." Außerdem soll der Straßengüterverkehr im Dienst der „Kostengerechtigkeit" weiter „markant verteuert werden“. „Die Straße muss ein Vielfaches von dem kosten, was sie heute kostet," so Gorbach. Mit Kostenerhöhungen allein ist es in den Augen von EU-Verkehrsratspräsident Gorbach nicht getan. Gleichzeitig müssten, um den freien Warenverkehr nicht zu behindern, geeignete Alternativen angeboten werden: „Die Bahn muss besser werden und die Politik muss den Mut haben, Großprojekte durch- und umzusetzen." Vor allem bei den transeuropäischen Netzen (TEN) „sind wir bei weitem nicht dort, wo ich gerne wäre", dennoch dürfe man nicht "ganz unzufrieden sein". So werde an der Liberalisierung des Eisenbahnverkehrs gearbeitet. „Das dritte Eisenbahnpaket ist ein wichtiger Schwerpunkt unserer Ratspräsidentschaft." Das ausführlich Interview mit dem österreichischen Verkehrsminister und Vizekanzler lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 19 der VerkehrsRundschau. (sb)
Gorbach: Straße markant verteuern
Zündstoff aus Österreich: Der amtierende Vorsitzende des EU-Verkehrsministerrats Hubert Gorbach will weniger Güterverkehr auf der Straße