Die EU-Forderung nach einer weltweiten Übereinkunft zum Ausbau erneuerbarer Energien ist auf dem Umweltgipfel von Johannesburg gescheitert. Die EU-Kommission konnte sich auf der zehntägigen UNO-Mammutkonferenz bis zum 4. September mit ihrer besonders von Deutschland unterstützten Absicht nicht durchsetzen, für umweltfreundlichere Energieträger wie Biodiesel, Sonnen-, Wind- und Wasserkraft bis 2010 einen Anteil von 15 Prozent am Weltenergieverbrauch verbindlich festzuschreiben. Kommissionspräsident Prodi zeigte sich darüber enttäuscht, zumal sich derzeit ein Maßnahmenpaket zur Förderung von Biokraftstoffen in der EU-Gesetzgebung befindet. Danach soll bis 2020 jeder fünfte Liter Kfz-Sprit durch Biotreibstoff, Erdgas, Wasserstoff und Brennstoffzellen ersetzt werden. Die EU-Behörde muss sich nun mit einer pauschalen Gipfelvereinbarung ohne konkrete Ziele zufrieden geben. (vr/dw)
Gipfelschlappe für EU-Energiekonzept
Ja zu erneuerbaren Energiequellen, aber ohne Festschreibung von Zielquoten