Frankfurt/Main. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat 2005 trotz der zunehmenden Kapazitätsengpässe einen kräftigen Gewinnschub verzeichnet und schafft neue Arbeitsplätze. Unter dem Strich wurden 161,5 Millionen Euro und damit 17,4 Prozent mehr als im Vorjahr erwirtschaftet, wie das Unternehmen am heutigen Dienstag mitteilte. Der Umsatz stieg um 4,6 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Das Wachstum brachte auch neue Jobs: Die Zahl der Beschäftigten stieg im Konzern um rund sechs Prozent auf knapp 28 000. In Frankfurt beschäftigte Fraport zum Jahresende 17.830 Arbeitnehmer und damit 7,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Geschäftsjahr 2006 sind nach ersten Fraport-Schätzungen rund 800 Einstellungen geplant, davon zum Teil auch für neue Stellen vor allem im Sicherheitsbereich. Insgesamt arbeiten am Frankfurter Flughafen bei verschiedenen Firmen rund 68.000 Menschen. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen eine Fortsetzung des langfristigen Wachstumstrends in der Luftfahrt. Am Standort Frankfurt sei wegen der Kapazitätsengpässe aber nur mit einem moderaten Passagierplus von etwa zwei Prozent zu rechnen. Derzeit übersteige die Nachfrage der Fluggesellschaften nach Start- und Landegenehmigungen – den so genannten Slots – das Angebot um 10 bis 15 Prozent. Im vergangenen Jahr waren 52,2 Millionen Passagiere gezählt worden und damit 2,2 Prozent mehr als 2004. Der geplante Ausbau des Flughafens liegt laut Fraport-Chef Wilhelm Bender im Plan. Im kommenden Jahr soll das Planfeststellungs-Verfahren abgeschlossen sein, Ende 2009 die neue Landebahn in Betrieb genommen werden. Die Kapazität soll damit etwa um 50 Prozent steigen. Für den Ausbau einschließlich eines dritten Terminals sind Investitionen in Höhe von 3,4 Milliarden Euro geplant. (dpa/wb)
Gewinnschub für Fraport
Flughafenbetreiber meldet Zuwachs an Arbeitsplätzen