Wer sich links des Rheins als Transportunternehmer betätigen darf und wer nicht, darüber sollen ab Januar 2003 regionale Prüfungskommissionen befinden, die sich aus Vertretern der Transportverbände zusammensetzen. Das meldete der Infodienst des Pariser Dachverbands Transport et Logistique de France (TLF). Die Frage der finanziellen Mindestmittel ist davon nicht berührt. Für den TLF erklärte der mit internationalen Fragen befasste Stéphane Levesque auf Nachfrage der Verkehrs-Rundschau, das Transportministerium habe die bisher von ihm selbst wahrgenommene gewerbliche Zugangskontrolle wegen Personalmangels an die Verbände delegiert. Der Aufbau einer entsprechenden, "komplexen und unabhängigen Struktur" werde jedoch sowohl auf Staats- als auch Verbandsseite noch viel Zeit in Anspruch nehmen, was die lange Frist bis zum übernächsten Jahr erkläre. Vor allem müsse das Pflichtenheft so abgefaßt werden, dass die zukünftigen Kommissionen keinen Machtmissbrauch betreiben und unliebsamen neuen Konkurrenten den Zugang zum Markt willkürlich versperren könnten. Die drei führenden Transportverbände TLF, FNTR und Unostra hätten schon ihr Einverständnis zur Mitarbeit erklärt. (vr/jb)
Gewerbezugang in Frankreich künftig von den Verbänden geregelt
Transportministerium gibt die Zuständigkeit aus Geldmangel ab