Wer sich in Frankreich als Transportunternehmer betätigen darf und wer nicht, darüber sollen ab Januar 2003 regionale Prüfungskommissionen befinden, die sich aus Vertretern der Transportverbände zusammensetzen. Das meldete der Infodienst des Pariser Dachverbands Transport et Logistique de France (TLF). Die Frage der finanziellen Mindestmittel ist davon nicht berührt. Bisher hatte das Pariser Transportministerium die gewerbliche Zugangskontrolle selbst vorgenommen. Wegen Personalmangels habe das Ministerium diese Aufgabe jetzt an die Verbände delegiert, erklärte ein Sprecher des TLF gegenüber der Verkehrs-Rundschau. Der Aufbau einer entsprechenden, "komplexen und unabhängigen Struktur" werde jedoch sowohl auf Staats- als auch Verbandsseite noch viel Zeit in Anspruch nehmen, was die lange Frist bis zum übernächsten Jahr erkläre. Vor allem müsse das Pflichtenheft so abgefasst werden, dass die zukünftigen Kommissionen keinen Machtmissbrauch betreiben und unliebsamen neuen Konkurrenten den Zugang zum Markt willkürlich versperren könnten. Die drei führenden Transportverbände TLF, FNTR und Unostra hätten schon ihr Einverständnis zur Mitarbeit erklärt. (vr/jb)
Gewerbezugang: In Frankreich künftig von den Verbänden geregelt
Transportministerium gibt staatliche Aufgabe wegen Personalmangels ab