Müdigkeit, Rückenleiden, Magenschmerzen: Die Trucker haben mit vielen Problemen im Job zu kämpfen. Mit betrieblichem Gesundheitsmanagement können Transportunternehmen ihre Mitarbeiter aktiv dabei unterstützen, gegen diese Berufskrankheiten anzukämpfen. Der Betrieb profitiert doppelt dabei: Zum einen steigt die Produktivität im Unternehmen und gleichzeitig sind diese freiwilligen betrieblichen Maßnahmen bis zu einer Höhe von jährlich 500 Euro pro Mitarbeiter steuerlich absetzbar. Das Konzept der betrieblichen Gesundheitsmanagements ist eine Ergänzung zum gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitsschutz und wird oft mit Unterstützung der Krankenkassen organisiert. Die Vorteile des Konzeptes nutzen bislang erst wenige Transportunternehmer. Bislang nutzen wenige die Vorteile Nur rund jede fünfte Firma (22 Prozent) hat Erfahrungen mit entsprechenden Präventionsprogrammen, wie die Studie „Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung von Berufskraftfahrern“ der Freiburger Forschungsstelle Arbeits- und Sozialmedizin (FFAS) herausfand. „Dieser Anteil ist relativ niedrig“, meint die Studienleiterin Martina Michaelis. Verwundert ist die Wissenschaftlerin allerdings wenig, da es in der Branche sehr viele Kleinunternehmen und zahlreiche Selbstfahrer gibt. Für diese zählt zunächst die Existenzsicherung Dann erst folgen Maßnahmen wie die Gesundheitsvorsorge, die sich oft erst mittel- und langfristig auszahlen. Dass sich solche Programme für die Fuhrunternehmen rechnen, zeigen Beispiele aus einer AOK-Studie. 2007 befragte die Krankenkasse 212 Unternehmen nach dem wirtschaftlichen Nutzen von betrieblicher Gesundheitsförderung. Als positive Effekte nannten die Firmen neben der verbesserten gesundheitlichen Situation der Mitarbeiter eine steigende Kosteneffizienz sowie eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit. Konkret steigerte eine KFZ-Werkstatt mit 14 Mitarbeitern durch Gesundheitspräventionsmaßnahmen ihren Umsatz um 20.000 Euro im Jahr. Allein an gesparter Lohnfortzahlung im Krankenfall sparte laut der AOK-Erhebung eine Gruppe von Verkehrbetrieben mit 518 Mitarbeitern jährlich rund 140.000 Euro ein.
Gesundheitsmanagement: Staatlich geförderter Muntermacher
Der Staat unterstützt das freiwillige betriebliche Gesundheitsmanagement von Unternehmen. Firmen profitieren neben dem Steuervorteil auch von niedrigen Krankenständen. Das Online-Special zum Thema