Hamburg. Der Umsatz des Hamburg Airport ging im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2007 leicht um 1,5 Prozent auf 230,7 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis liegt bei 39,3 Millionen Euro (minus 18,5 Prozent). Ein höherer Personalaufwand, ausgelöst durch einen angepassten und zum 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Tarifabschluss, habe sich negativ auf das Ergebnis ausgewirkt, heißt es in einer Mitteilung. Zudem hätten gesunkene Mieterlöse zu einem Rückgang des nicht verkehrsabhängigen Umsatzes geführt. Die umgeschlagene Luftfracht sank 2008 exklusive Luftpost und Transit um 7,6 Prozent auf 78.018 Tonnen. Die geflogene Luftfracht legte um 3,7 Prozent zu, während der LKW-Frachtumschlag um 9,6 Prozent zurückging. Auch in den ersten Monaten des laufenden Jahres setzte sich der Abschwung hinsichtlich der Luftfracht fort. Im Januar und Februar 2009 ging die Menge der geflogenen Fracht im Vergleich zu den Vorjahresmonaten um 10,0 und 11,6 Prozent zurück, beim Frachtumschlag per Lastwagen lag das Minus sogar bei 35,5 und 40,3 Prozent. Im März stieg die geflogene Fracht allerdings wieder um 7,2 Prozent, auf der Straße war ein Rückgang um 38,7 Prozent zu verzeichnen. Zu einem geringeren Nachtflugaufkommen führte unter anderem die Maßnahme der Deutschen Post, Nachtpostflüge zwischen Hamburg und Frankfurt zum 30. März 2008 nach mehr als 25 Jahren einzustellen. Dies habe im vergangenen Jahr zum Rückgang der Nachtflüge (0-6 Uhr) um 48 Prozent geführt. Auch die Zahl der Flüge zwischen 23 und 24 Uhr sei um ein Drittel zurückgegangen. Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport, kündigte an im laufende Jahr 40 Millionen Euro in den Passagierkomfort zu investieren. Ziel sei es, „die Vielfalt des Hamburger Streckennetzes zu erhalten“. Der Flughafen Hamburg erzielte 2008 mit 12,84 Millionen Fluggästen nach eigenen Angaben ein Rekordergebnis bei den Passagierzahlen und rückte auf Platz 98 der größten internationalen Flughäfen vor (2007: Platz 101). (tk/dpa)
Geschäftsjahr 2008: Hamburg Airport spürt die Krise
Umsatz sinkt um 1,5 Prozent / Ergebnis schrumpft um knapp 20 Prozent