Geberit baut Distributionszentrum aus

18.06.2008 17:10 Uhr

Der Sanitärtechnikhersteller Geberit konzentriert Distirbution auf den Standort Pfullendorf. Spatenstich für neues Lager mit technischen Raffinessen.

Pfullendorf. Am 13. Juni fand der erste Spatenstich für die Erweiterung des größten Werks der Geberit Gruppe in Pfullendorf am Bodensee statt. Nach Erteilung der Baugenehmigung im April 2008 sollen die Außenarbeiten bis zum Jahresende und der Technikeinbau bis Mitte 2009 erfolgen. Am 1. Januar 2010 soll die erweiterte Logistik ihren Betrieb aufnehmen. Für das Vorhaben sind Investitionen mit einem Gesamtvolumen von rund 27 Millionen Euro geplant. Das Geberit Sortiment wird heute von drei Standorten ausgeliefert. Nach Fertigstellung der Erweiterung wird der Großhandel zentral von Pfullendorf aus beliefert. Diese Zusammenlegung der Distributionslogistik des Geberit Sortiments in Europa soll den Kundenservice durch Bündelung der Transporte und Lieferungen verbessern. Das neue vollautomatische Hochregallager wird eine Länge von 92 Metern, 42 Metern Breite und eine Höhe von 35 Metern haben. „Auf neun Gassen und 17 Ebenen verteilt, werden mittels automatisch gesteuerter Regalbediengeräte die hier gelagerten Verkaufsartikel zur Kommissionierung bereitgestellt. Das neue zweigeschossige Versandgebäude, mit einer Länge von 162 Meter und einer Breite von 37 Metern ermöglicht die Belieferung des Großhandels mit deutlich kürzeren Durchlaufzeiten“, erläuterte Ralf Braun, Leiter Logistik bei Geberit in Pfullendorf, in seiner Rede. Das neue Hochregallager wird das bereits existierende, das im Jahr 1998 in Betrieb genommen wurde, leicht überragen. Die Zahl der Palettenplätze wird sich damit fast verdoppeln – von jetzt 29.000 auf 52.000. Die Zahl der vom Standort Pfullendorf ausgelieferten Artikel kann dann von derzeit 3600 auf bis zu 7100 ausgedehnt werden. Eine weitere Besonderheit der neuen Logistik kommt aus der Lager- und Fördertechnik: Vergleichbar mit dem Prinzip einer Seilbahn, wird es sowohl in der Versandebene als auch in der Kommissionierebene eine so genannte Elektrohängebahn zur Beförderung von Paletten geben. Mit einer Gesamtlänge von über 500 Metern können Paletten in einer Geschwindigkeit von 1,5 bis 2 m/sec in einer Ebene von A nach B gefahren werden. Dank der hohen Transportleistung können leistungsstarke neue Kommissionierarbeitsplätze mit Ware bedient werden. Diese neuen Arbeitsplätze ermöglichen die Kombination von Kommissionier- und Packvorgängen. Sie erlauben eine Verkürzung der Durchlaufzeit und erfüllen die zukünftigen Anforderungen durch Mengensteigerungen. „Eine Anlage in dieser Größe und Dynamik lässt nicht nur das Herz eines Logistiktechnikers höher schlagen, sondern wird viele Besucher, insbesondere unsere Kunden von einer zeitgemäßen Ingenieurleistung beeindrucken“, so Ralf Braun.

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