Frankfurt/Main. Der größte deutsche Flughafenkonzern Fraport will 2003 trotz der Luftfahrtkrise wegen des Irak-Kriegs und der Lungenkrankheit SARS in die Gewinnzone zurückkehren. Höhere Entgelte der Airlines, strengere Gepäckkontrollen und Zuwächse bei der Vermietung von Ladenflächen brächten Mehreinnahmen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Eine genaue Ergebnisprognose sei wegen der unsicheren Lage der Branche derzeit nicht möglich, sagte Vorstandschef Wilhelm Bender. Es werde aber ein Konzernüberschuss nach Steuern auf dem Niveau von 106,7 Millionen Euro angestrebt. So viel hätte Fraport unter dem Strich bereits 2002 verdient, wenn das Terminalprojekt in Manila nicht komplett mit 290 Millionen Euro abgeschrieben worden wäre. In den Büchern stand für das vergangene Jahr so ein Verlust von 120,8 Millionen Euro. Der Vorstand verhandelt wegen politischer Querelen seit Monaten über einen Ausstieg aus dem Projekt. "Wir werden um jeden Cent kämpfen", sagte Bender. Fraport ist an der Trägergesellschaft mit 30 Prozent beteiligt. Der geplante Bau einer neuen Landebahn stehe trotz der derzeitigen Luftfahrtkrise keinesfalls zur Disposition, sagte Bender. Die Inbetriebnahme der dann vierten Flughafenpiste sei nach wie vor für Ende 2006 angepeilt. Damit soll die Kapazität von jetzt 460 000 auf 660 000 Starts und Landungen pro Jahr steigen. (vr/dpa)
Fraport will 2003 trotz Luftfahrtkrise in Gewinnzone zurück
Genaue Ergebnisprognose ist wegen unsicherer Lage der Branche nicht möglich