Paris. Die französische Staatsbahn wird offenbar auch in diesem Jahr von der traditionellen Problemkreislauf Streiks, neue Verschuldung, neue Reformpläne, neue Streiks nicht verschont bleiben. Für kommenden Mittwoch (21. Januar) haben drei größere Gewerkschaften im Eisenbahnbereich und eine kleinere zu einem landesweiten 24-stündigen Streiktag aufgerufen. Er soll schon am Vorabend um 20 Uhr beginnen und richtet sich gegen ein ganzes Bündel von Maßnahmen, mit denen die Bahnleitung das Unternehmen auf gesündere Füße zu stellen und dem europäischen Wettbewerb anzupassen bemüht ist. Diese reichen von massiven Stelleneinsparungen (die Rede war vor Weihnachten von 3500 Arbeitsplätzen) und auf Null eingefrorenen Lohnerhöhungen über den Sanierungsplan für den Frachtsektor bis hin zu Gestzesvorhaben der Regierung, die darauf abzielen, den „sozialen Dialog“ zwischen Kapital und Arbeit zu verbessern. Die Arbeitnehmervertreter wollen mit dem Streik ferner gegen die „verbalen und physischen Attacken“ protestieren, denen sich das Fahr- und Kontrollpersonal von Seiten der Fahrgäste immer häufiger ausgesetzt sieht. (vr/jb)
Französische Bahn vor neuem Streik
Beschäftigte wehren sich gegen drohenden Stellenabbau