Paris. "Gibt es in Frankreich überhaupt eine Straßengütertransport-Politik?" Unter dieser provokativen Fragestellung haben vier französische Transportverbände die Schaffung eines gemeinsamen Verbindungsbüros mitgeteilt. Es handelt sich um die Verbände AFTRI, OTRE, TLF und UNOSTRA. Nicht mit von der Partie ist der Verband FNTR, der unter seiner neuen Leitung zunehmend nach eigenen Wegen sucht. Die auf den Namen "Union des Professionnels de la Route" (UPR) getaufte Verbindungsstelle soll "angesichts des Verlustes an Wettbewerbsfähigkeit für das französische Gewerbe" dessen Interessen offenbar mit mehr Durchschlagskraft als bisher vertreten. Den Vorsitz hat UNOSTRA-Präsident Jean-Paul Grard. Die 4 Verbände repräsentieren zusammen 80 Prozent aller Transportbetriebe in Frankreich und waren schon im Juni letzten Jahres mit einem gemeinsamen 16-Punkte-Vorschlag zur Sicherung der Wettbewerbsposition an die Regierung herangetreten. Außer einigen "technischen und Teilmaßnahmen" sei bisher wenig dabei herausgekommen, kritisieren sie heute. Die bevorstehende Osterweiterung der EU könne die aktuelle Konkurrenzsituation nur noch weiter verschlechtern. (vr/jb)
Frankreichs Verbände gründen gemeinsame pressure-group
AFTRI, OTRE, TLF und UNOSTRA richten gemeinsames Verbindungsbüro ein