Paris. Im letzten Jahr mussten in Frankreich 2122 Straßengütertransporteure Insolvenz anmelden. Damit hat sich die Zahl im Vorjahresvergleich fast verdoppelt. Die beiden größten Gewerbeverbände FNTR und TLF drängen deshalb beim Staat auf Hilfen. Für FNTR sind durch die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise schon 10.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Bei TLF wird befürchtet, dass das Schlimmste angesichts der Kreditzurückhaltung der Banken noch bevorstehe. Das erklärte Vorstand Philippe Grillot in der Wirtschaftszeitung „Les Echos“ und kritisierte, dass bei den jüngsten wirtschaftlichen Stützungsmaßnahmen der Straßengütertransport bislang leer ausgegangen sei. Für den vielleicht schon bis Ende dieses Jahres zu erwartenden Ausstieg aus der Krise müsse der Sektor entsprechend gerüstet sein. FNTR fordert vor allem einen Schutz gegen die Folgen der für 1. Mai vorgesehenen Einbeziehung der neuen mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsländer in die Kabotageregelung. TLF hält davon überhaupt nichts und plädiert statt dessen für steuerliche Erleichterungen. (jb)
Frankreichs Transporteure wollen mehr Geld vom Staat
Finanzkrise schlägt auf Transportbranche durch: Die Zahl der Insolvenzen hat sich 2008 so gut wie verdoppelt