Paris. Zur Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen im europäischen Sraßengütertransport hat sich der Verband der französischen Mineralölhersteller UFIP für eine Harmonisierung der Mineralölsteuer innerhalb der Europäischen Union ausgesprochen. Das berichtete L`Officiel des Transporteurs. Der französische Staat bezieht neun Prozent seiner Einkünfte aus dieser "TIPP" genannten Steuer. Im letzten Jahr waren dies 25,3 Milliarden Euro. UFIP-Vorstand Jean-Louis Schilansky erklärte zu dem Vorstoß des Verbandes, der Versuch von Ökologie-Minister Jean-Louis Borloo vom Juni, die in der OPEC zusammengefassten Erdölförderländer und die EU miteinander ins Gespräch zu bringen, sei zwar lobenswert. Wie jedoch jeder wisse, seien die Interessen der Ersteren und die der Verbraucher sehr unterschiedlich. Brüssel habe kaum reale Möglichkeiten, die OPEC dazu zu veranlassen, den Treibstoffpreis herunterzusetzen. Eine Aussicht auf Senkung der Mineralölsteuern ergebe sich daher ausschließlich im Kontext der geplanten Neufassung der Eurovignette-Direktive. (jb)
Frankreichs Mineralölkonzerne fordern EU-Steuerharmonisierung
Französischer Staat bezieht 9 Prozent seiner Einkünfte aus der "TIPP" genannten Steuer