PARIS. Im französischen Kanalhafen Calais fühlen sich die Lkw-Fahrer und Fuhrunternehmer gleichermaßen bedroht. Sie laufen weiterhin Gefahr, dass es illegalen Einwanderern trotz verschärfter Fahrzeugkontrolle vor der Passage durch den Eurotunnel gelingt, sich an Bord nach England zu verstecken. Die dortige Aufnahmepraxis wird von den Transporteuren als "einzige Einladung zur Immigration" kritisiert, wie einer von ihnen kürzlich gegenüber der Pariser Zeitung Les Echos erklärte. Werden illegale Einwanderer von den Behörden in einem Lkw entdeckt, kostet dies den Fahrzeughalter pro Immigrant ein Bußgeld von 6259 Mark. Der Fahrer selbst muss mit seiner Inhaftierung rechnen. Vor allem nach den kürzlich im Mittelmeer gestrandeten Kurden wird die Kritik der Transporteure und Fahrer an der ihrer Meinung nach bestehenden Laxheit und Untätigkeit der französischen und Brüsseler Behörden immer lauter. (vr/jb)
Frankreich: Weiter Angst vor illegalen Einwanderern
Fahrzeughalter müssen pro Immigrant 6259 Mark zahlen, den Fahrern droht eine Freiheitsstrafe.