Ford will Fahrzeugauslieferung per RFID steuern

30.08.2006 16:49 Uhr

Die Kölner Ford-Werke haben das IT-Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Softlab damit beauftragt, die Distribution der Fahrzeuge mittels RFID (Radio Frequency Identification) zu optimieren.

München. Das Projekt sehe vor, jedes Automobil in der Produktion mit einem RFID-Tag zu versehen, teilte Softlab mit. Pro Tag rollen bei Ford in Köln knapp 2000 Fahrzeuge der Typen "Fiesta" und "Fusion" vom Band. Nach Verlassen der Fertigung werden sie auf Rheinschiffe, LKW oder Bahnwaggons verladen. An den fünf geplanten RFID-Lesestationen auf dem Werksgelände sollen, mit einer Ausnahme, Generation-2-Tags im Ultrahochfrequenz-Bereich (868 Megahertz) zum Einsatz kommen. Ein RFID-Drucker an der ersten Lesestation beschreibt die Tags mit den Daten und druckt die Informationen auch (Barcode und Klarschrift) auf ein Klebeetikett. Nach dem Druck entnimmt ein Applikator das Label und bringt es automatisch am Fahrzeug an. Die RFID-Tags werden laut Softlab sowohl an den Erfassungsstationen am Montageband als auch bei freier Fahrt eingelesen. Dabei dürfe der Fahrer nicht schneller als sechs bis acht Kilometer pro Stunde fahren, damit die Tags einwandfrei beschrieben und ausgelesen werden könnten. Die Autos müssen auch im Freien per RFID identifizierbar sein. Daher würden bei der Wahl der Tags auch mögliche Witterungseinflüsse berücksichtigt, gab Softlab bekannt. Durch den RFID-Einsatz will Ford die Fahrzeug-Distribution transparenter, kostengünstiger und sicherer gestalten. Mittels RFID soll falsches Verladen vermieden werden, die Buchungsprozesse sollen schneller vonstatten gehen.

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