München. Der Flughafen München baut seine Position auf internationaler Ebene weiter aus. Der Airport befindet sich auf Wachstumskurs, bilanzierte heute Flughafenchef Michael Kerkloh auf der Jahrespressekonferenz in München. Mit 387.000 gewerblichen Flugbewegungen verbuchte der zweitgrößte deutsche Flughafen vier Prozent mehr Starts und Ladungen als 2004. Das Passagieraufkommen stieg 2005 gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent auf 28,6 Millionen Reisende. Für 2006 erwartet der Flughafen erstmals mehr als 30 Millionen Passagiere. Die größten Zuwächse erzielte der Flughafen im vergangenen Jahr im Frachtgeschäft. Mit einer Steigerung gegenüber 2004 um mehr als 15 Prozent erreichte München einen Jahresumschlag von knapp 360.000 Tonnen. Bei der geflogenen Fracht sei erstmals die Grenze 200.000 Tonnen übertroffen worden, stellte Kerkloh heraus. Dies bedeutet eine Zuwachsrate von knapp 19 Prozent. Dabei werde der größte Anteil der Luftfracht weiterhin als Beiladefracht in Passagiermaschinen transportiert. Zwei Drittel der transportierten Güter wurden 2005 im Interkontinentalverkehr verschickt. Für 2006 erwartet Kerkloh „deutlich zweistellige Zuwächse im Frachtbereich“. Dieser anhaltende Wachstumskurs in allen Bereichen mache eine Kapazitätserweiterung für den Flughafen dringend erforderlich. Ab 2009 soll deshalb mit dem Bau einer dritten Start- und Landebahn begonnen werden. Der Konzernumsatz des Flughafens stieg im vergangenen Jahr um sieben Prozent auf 842 Millionen Euro. Dabei schaffte der Flughafen bereits zwei Jahre früher als ursprünglich geplant die Rückkehr in die Gewinnzone. Kerkloh rechnet für 2005 mit einem Gewinn von rund fünf Millionen Euro. (sb)
Flughafen München auf Wachstumskurs
Positive Jahresbilanz 2005: 390.000 Flugbewegungen, deutlich mehr als 28 Millionen Reisende und 360.000 Tonnen Frachtumschlag