Das niederländische Verkehrsministerium soll künftig Einfluss darauf nehmen, wie die Trassen auf dem nationalen Schienennetz zwischen dem Güter- und dem Personenverkehr vergeben werden. Das fordert der Logistik- und Verladerverband EVO in einem Schreiben an Verkehrsministerin Tineke Netelenbos. Dem Verlangen schließen sich sieben weitere Verbände, aber auch Unternehmen, darunter Railion Benelux, an. Der Brief steht im Zusammenhang mit Plänen in Den Haag, die nationale Eisenbahn-Gesetzgebung an entsprechende EU-Richtlinien anzupassen. Der Schienengüterverkehr, so die EVO, werde nur durch eine direkte, beim Verkehrsministerium angesiedelte Verwaltung der knappen Trassen nicht ins Hintertreffen geraten. Unter dem heutigen Regime werde der Personenverkehr deutlich bevorzugt. Der Plan von Railion Benelux, ein neues, flächendeckendes schienengeführtes Distributionssystem für die Niederlande einzuführen, wurde jetzt aufgegeben. Das Produkt "Railion Clockwise" scheiterte an zu knappen Trassenkapazitäten.
EVO: Staat soll Bahntrassen vergeben
Bestehende Regelung bevorzugt den Personen- gegenüber dem Güterverkehr