Eurostat: Straße verliert Marktanteile in 15 Staaten

06.10.2014 11:47 Uhr
EU-Fahnen
Der Verkehrsmix in den EU-Mitgliedstaaten ist sehr unterschiedlich - in manchen Ländern werden bis zu 90 Prozent der Güter auf der Straße transportiert
©Foto: dapd/Winfried Rothermel

Die Statistikbehörde der Europäischen Union hat einen 5-Jahres-Vergleich der Verkehrsleistung in den Mitgliedstaaten vorgelegt.

Luxemburg. Der Inlandgüterverkehr in den EU-Mitgliedsstaaten ist nach den Berechnungen von Eurostat in den ersten fünf Jahren der Krise um 11,7 Prozent zurückgegangen. Er belief sich 2012 auf 2186 Milliarden Tonnenkilometer, das waren 229 Milliarde Tonnenkilometer weniger als 2007. Die Anteile der einzelnen Verkehrsträger blieben dabei nahezu konstant: Straßentransport gingen von 75,4 Prozent auf 74,5 Prozent zurück, die Bahn erhöhte ihren Anteil von 18,3 Prozent auf 18,6 Prozent und die Binnenschifffahrt von 6,3 Prozent auf 6,9 Prozent.

Wie die Statistikbehörde der EU in Luxemburg mitteilte ging der Anteil des Straßengüterverkehrs im genannten Zeitraum in 15 Mitgliedsstaaten zurück, in 11 Staaten legte er gegenüber den anderen Verkehrsträgern zu. 2012 wurden in Deutschland 70,2 Prozent (69,3%) des Transportvolumens über die Straße abgewickelt, die Bahn beförderte 19,4 Prozent (19,6%) und die Binnenschifffahrt 10,3 Prozent (11,1%).

In Zypern, Malta, Irland, Griechenland und Spanien wurden mehr als 90 Prozent der Güter auf den Straßen transportiert, den geringsten Anteil verzeichneten die baltischen Staaten mit weniger als 33 Prozent.

Die größte Gütermenge wurde 2012 auf den deutschen Straßen transportiert: 397 549 Millionen Tonnenkilometer (24,4 % des EU-Gesamtaufkommens), davon waren 253.536 Millionen Tonnenkilometer nationale und 144013 Millionen Tonnenkilometer internationale Transporte. Gefolgt von Frankreich(15,8%), Spanien(10,4%), Großbritannien(10,2%), Italien(8,6%) und Polen(7,9%). (tw)

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