Brüssel. Das Wirrwarr nationaler Zuständigkeiten bei der europäischen Luftsicherheit muss nach Ansicht der EU-Kommission ein Ende haben - vor allem im Notfall. Das Luftfahrtchaos der vergangenen Tage habe gezeigt, dass die Staatengemeinschaft in Krisensituationen nicht schnell genug reagieren könne, sagte die Sprecherin von EU- Verkehrskommissar Siim Kallas am Mittwoch in Brüssel. Die Sprecherin verwies auf das im Dezember beschlossene Projekt „Single European Sky“ (Einheitlicher Europäischer Luftraum), dessen Umsetzung allerdings noch knapp zwei Jahre dauern werde. Wären diese neuen Regeln bereits jetzt in Kraft, hätte die Entscheidung vom Montagabend „schon am Freitagabend“ fallen können, sagte die Sprecherin. Wegen der Aschewolke hatten die EU-Mitgliedsstaaten seit vergangenem Donnerstag nach und nach ihre nationalen Lufträume gesperrt. Erst am Montagabend entschieden die EU-Verkehrsminister, dass der Schutzbereich zu großzügig bemessen war. „Wenn wir eine stärkere Zusammenarbeit auf europäischer Ebene hätten, (...) wäre die Entscheidung schneller gefällt worden“, sagte die Sprecherin. (dpa)
EU will mehr Macht am Himmel
Wirrwarr nationaler Zuständigkeiten soll Ende haben / Umsetzung von Projekt "Single European Sky" braucht Zeit