Brüssel. Zwischen der EU und dem „Rest der Welt“ sollen solide Verkehrsadern entstehen. Damit befasste sich eine Expertengruppe, die nach einjähriger Arbeit jetzt ihren Abschlussbericht vorlegte. EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot und seine Vorgängerin Loyola de Palacio als Teamchefin erläuterten ihn vor der Presse. Fixiert wurden Routen, die das Transeuropäische Verkehrsnetz (TEN) mit 26 Nicht-EU-Ländern verbinden sollen: Albanien, Algerien, Armenien, Ägypten, Palästina, Aserbaidshan, Bosnien-Herzegowina, Georgien, Israel, Jordanien, Kosovo, Kroatien, Libanon, Libyen, Marokko, Mazedonien, Moldawien, Norwegen, Russland, Schweiz, Serbien/Montenegro, Syrien, Tunesien, Türkei, Ukraine und Weißrussland. Ihre Vertreter sowie die der 25 Unionsländer und der EU-Anwärter Rumänien und Bulgarien erarbeiteten fünf multimodale Kernachsen für ein interkontinentales Terrain: – „Meeresautobahnen“ zwischen Ostsee, Atlantik, Mittelmeer und Schwarzem Meer mit Anbindung zum Suezkanal, Roten Meer und Pazifik – eine Nordachse nach Russland – eine Zentrale Achse vom EU-Zentrum zur Ukraine und zum Schwarzen Meer – eine Südost-Achse über den Balkan und die Türkei zum Kaukasus, Kaspischen und Roten Meer sowie Persischen Golf und eine Südwest-Achse nach Afrika. (dw
EU-Trassen zu Drittländern geplant
Transeuropäisches Verkehrsnetz soll erweitert werden