Brüssel. Hersteller von Kleinlastern, Minibussen und Vans müssen sich auf neue Klimaschutzauflagen einstellen. Die Europäische Kommission will am kommenden Mittwoch entsprechende Gesetzesvorschläge machen. Diplomaten hatten zunächst gesagt, der Termin könnte auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Hintergrund war nach den Angaben ein Brief, in dem die Regierungen Italiens, Deutschlands und Frankreichs um Aufschub gebeten hatten. Klimaauflagen für Personenwagen sind in der EU bereits beschlossene Sache. Die Staatengemeinschaft will sich im Dezember in Kopenhagen auf ein neues Weltklimaabkommen einigen. Den Gesetzesvorschlägen der Kommission müssen die EU-Staaten und das Europaparlament zustimmen. In zähen Verhandlungen um die Auflagen für Personenwagen waren die ursprünglichen Pläne der EU- Kommission letztlich verwässert worden. Welche Zahlen Umweltkommissar Stavros Dimas für Kleinlaster vorlegen wird, steht noch nicht fest. Früheren Plänen zufolge soll der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) auf 175 Gramm je Kilometer im Jahr 2012 begrenzt werden. Das ist ein Minus von 14 Prozent gegenüber derzeitigen Werten. In den Folgejahren sollte der Maximalausstoß weiter gesenkt werden. Wer mehr ausstößt, sollte eine Strafe von 120 Euro je Gramm zahlen, multipliziert mit der Zahl der verkauften Kleinlaster. Betroffen sind unter anderem Vans mit einem Gewicht von bis zu 3,5 Tonnen, Transporter mit einem Brutto-Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen und Minibusse mit mehr als sieben Sitzen zuzüglich des Fahrer- Sitzes. (dpa)
EU-Kommission schlägt Klimaauflagen für Kleinlaster vor
Neue Auflagen für Hersteller von Kleinlastern, Minibussen und Vans geplant / Italien, Deutschland und Frankreich bitten um Aufschub