Wegen Missbrauchs ihres Marktmonopols haben die EU-Wettbewerbshüter der belgischen Post eine Geldbuße von umgerechnet fünf Millionen Mark auferlegt. Die EU-Kommission bemängelte, dass "La Poste" die Gewährung eines Vorzugstarifs bei der Briefpost vom Abschluss eines zusätzlichen Vertrages über einen neuen Postdienst abhängig gemacht habe. Dieser konkurriere mit dem Dokumentenaustauschdienst, den der britische Privatkonzern Hays in Belgien anbiete. Damit habe das einheimische Monopolunternehmen seine beherrschende Stellung ausgenutzt, um auf einen Markt vorzudringen, der privaten Betreibern offen stehe. Es könne nicht geduldet werden, dass auf diese Weise Konkurrenten ausgeschaltet werden, kommentierte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti in Brüssel. Die Zukunft erfordere die Koexistenz von Postmonopol und liberalisierten Dienstleistungen. (vr/dw)
EU-Kommission bestraft belgische Post
Missbrauch des Marktmonopols