Brüssel. Die EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard hat gestern die Absicht der EU-Kommission untermauert, den CO2-Ausstoß bei Kleinlastern bis 2020 auf 135 Gramm pro gefahrenem Kilometer zu verringern. Damit stellt sich die Dänin klar gegen die deutsche Position, die das Erreichen der 135 Gramm-Marke in zehn Jahren für unrealistisch hält. „Das kann man schaffen“, sagte Hedegaard auf der Ratssitzung der EU-Umweltminister gestern Abend in Brüssel. Mehrere Konstrukteure, darunter VW und Daimler, hätten bereits Kleinlaster entwickelt, die den von der Kommission gewünschten Anforderungen entsprächen. Kleinlaster trügen zu zehn Prozent an der CO2-Belastung durch den Straßenverkehr bei. Der CO2-Ausstoß diese Fahrzeuggruppe sei in den vergangenen Jahren gestiegen. Bei den EU-Umweltministern zeichnete sich am Montagabend noch keine gemeinsame Position ab. Einige EU-Mitgliedsstaaten unterstützten die kritische deutsche Position, andere forderten eine schnellere Reduzierung der CO2-Werte bei Kleinlastern. Einige Minister möchten auch für schwere LKW und Minibusse den Wert von 135 Gramm als CO2-Ziel vorschreiben. (kw)
EU-Klimakommissarin verteidigt CO2-Ziele bei Kleinlastern
Klare Position gegen deutsche Forderungen / Hedegaard: Klimaziele sind zu schaffen / Keine gemeinsame Position der EU-Umweltminister