EU-Bericht: Verkehr muss weiter an Umweltverträglichkeit arbeiten

28.11.2012 14:18 Uhr
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Bahnlärm ist laut Europäischer Umweltagentur ein großes Problem 
© Foto: dapd/Torsten Silz

Die Europäische Umweltagentur sieht Verbesserungsbedarf unter anderem bei Stickoxiden und Lärmbelastung durch Verkehr.

Brüssel. Ein nur mittelmäßiges Zeugnis hat die Europäische Umweltagentur (EEA) der Transportwirtschaft für ihre Bemühungen ausgestellt, die Belastung der Umwelt zu verringern. Die Ziele, die man sich auf europäischer Ebene gesetzt habe, seien nicht alle erreicht worden, so EEA-Geschäftsführerin Jacqueline McGlade bei der Vorstellung des Jahresberichts ihrer Agentur vor dem Verkehrsausschuss des EU-Parlaments in Brüssel.

Viele der noch relativ guten Werte seien nur deshalb erzielt worden, weil sich die Wirtschaft in den vergangenen Jahren aufgrund der Krise weniger schnell entwickelt habe, als erwartet.

„Eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wird es weiter sein, die Umweltbelastungen wie Treibhausgase, Luftverschmutzung und Lärm zu bekämpfen, und trotzdem die positiven Aspekte des Verkehrs weiter zu fördern“, sagte McGlade.

Wenig Fortschritte bei der Reduzierung von Stickoxiden

Besonders hob sie den NO2-Ausstoß hervor. Hier liegen die Werte noch weit über dem Ziel, das sich die EU zur Stickoxide-Eindämmung gesetzt habe. Die Hauptschuld daran trage der Gütertransport. Vor allem bei LKW hätten die Euro-Normen nicht den Effekt erzielt, den man sich zur Reduzierung von NO2 erhofft habe. Allerdings hätten die Euro-Klassen bei LKW und PKW andere Schadstoffe in der Luft verringert, und das sei positiv zu vermelden. Die Zunahme des Güterverkehrs in den vergangenen zwei Jahrzehnten habe auch dazu geführt, dass der Ausstoß von Schwefeloxiden (SOx) nur um 14 Prozent seit 1990 zurückgegangen sei. Und das trotz zahlreicher Anstrengen, bessere Werte zu erzielen.

Schienenlärm ist ein großes Problem

Verstärkte Bemühungen zur Luftreinhaltung seien in naher Zukunft auch vom Schiffsverkehr zu fordern. Die Suche nach saubereren Antriebsarten als das heute zumeist benutzte Schweröl müsse verstärkt werden. Ein weiteres Problem stellt die Lärmbelastung dar. Davon sei vor allem der Schienensektor betroffen. Die Ausrüstung der Waggons mit leisen Bremsen sei das beste Mittel, um hier die gewünschten Fortschritte zu erzielen. (kw)

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