Etihad-Einstieg bei Alitalia kostet rund 2200 Arbeitsplätze

10.06.2014 10:10 Uhr
Alitalia_620
2200 Arbeitsplätze könnten bei Alitalia dem Etihad-Einstieg zum Opfer fallen
© Foto: Picture Allianz/AP Photo/Corrado Giambalvo

Der Abbau der Arbeitsplätze gehört zu den Bedingungen, die die arabische Airline für einen Einstieg gestellt hat.

Rom. Bei der angeschlagenen italienischen Fluglinie Alitalia sollen als Bedingung für den Einstieg der arabischen Airline Etihad etwa 2200 Stellen wegfallen. Das sagte Alitalia-Chef Gabriele Del Torchio am Montag in Rom. Etihad wolle 560 Millionen Euro in die italienische Airline investieren, die Aktionärsmehrheit bleibe dabei auch wegen des Anteils von Air France in europäischer Hand, erklärte Del Torchio. Es gehe nicht um einen Verkauf von Alitalia, sondern um ein Zusammengehen mit Etihad, um das Unternehmen zu stärken. Nach Del Torchio sollte die Vereinbarung in einigen Wochen abgeschlossen sein.

Die arabische Fluglinie Etihad hatte angekündigt, in die kriselnde Airline investieren zu wollen. In einem Brief hatte sie die genauen Konditionen mitgeteilt. Medien hatten seit längerem berichtet, dass ein Abbau von einem Teil der 12.800 Arbeitsplätze bei Alitalia eine Bedingung für den Einstieg Etihads sei. Demzufolge wollen die Araber knapp unter 50 Prozent der Anteile übernehmen. Alitalia fliegt seit vielen Jahren Verluste ein und soll mit einem internationalen Partner gerettet werden. Die Araber sind auch Großaktionär bei Air Berlin. (dpa)

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

WEITERLESEN



NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.