-- Anzeige --

Erste Kriegsversicherung für Reeder

Die Risikobewertung der Versicherung stützt sich auf Expertenanalysen über die Piratengefahr 
© Foto: ddp/David Hecker

Erstmals bieten deutsche Versicherungen einen Schutz vor Kriegsrisiken an


Datum:
11.04.2011
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Hamburg/Bremen. Erstmals bieten deutsche Versicherungen einen Schutz vor Kriegsrisiken an. Ein neues Konsortium vermittelt Policen, die Frachter gegen die Folgen von kriegerischen Auseinandersetzungen und Piratenüberfällen absichern, berichtete die „Financial Times Deutschland" (FTD) am Montag. Das Konsortium führt die Firma Lampe & Schwartze in Bremen. „Mit der Spezialpolice setzen wir gerade auf Beratung der Reeder und Prävention vor Piraterie", sagte Firmenchef Hans-Christoph Enge am Montag. Bei normalen Schiffspolicen sind diese Risiken ausgeschlossen.

In der Frage, wann eine Region als Kriegsgebiet gilt, will sich das Konsortium laut „FTD" an die Beschlüsse des Joint War Comittees im Londoner Versicherungsmarkt Lloyd's halten. Die Policen werden in deutscher Sprache und nach deutschem Recht abgeschlossen. Die hohe Zahl von Piratenüberfällen habe dafür gesorgt, dass die Nachfrage stark zunimmt. Pro Schiff deckt die Gruppe Schäden bis maximal 55 Millionen Euro ab. Die Risikobewertung stützt sich auf Analysen einer Spezialfirma über die Piratengefahr. Ein anderer Spezialist übernimmt im Ernstfall Verhandlungen mit Piraten.

Deutsches Frachtschiff in Piratenhand

Unterdessen herrscht weiter Ungewissheit über das Schicksal des vergangene Woche im Golf von Aden entführten deutschen Frachtschiffes „Susan K". Es gebe keine neuen Informationen, sagte am Montag eine Sprecherin der Reederei Nimmrich und Prahm aus dem ostfriesischen Leer.

Nach Berichten der Anti-Piraten-Mission der Europäischen Union in London, EUNAVFOR, hatten mindestens zehn Piraten das Schiff rund 200 Seemeilen nordöstlich der Stadt Salalah angegriffen und in ihre Hand gebracht. An Bord waren vor dem Angriff zehn Seeleute, davon vier aus der Ukraine und sechs von den Philippinen. (dpa) 

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.