Berlin. Erdgasfahrzeuge haben sich als saubere, wirtschaftliche und zukunftssichere Alternative zu Dieseltransportern erwiesen. Das sind die Ergebnisse eines dreijährigen Pilotprojekts, die das Bundesumweltministerium am Dienstag präsentierte. Laut einer Pressemitteilung müsse es nicht dazu kommen, dass Transportunternehmen gezwungen sind, ihre Fahrzeuge aufgrund zu hoher Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerte der Luft stehen zu lassen. Ein 2003 begonnenes und jetzt abgeschlossenes Projekt des Bundesumweltministeriums habe wirtschaftlich tragfähige Alternativen aufgezeigt.
Die Bilanz des Pilotvorhabens „Für die letzte Meile auf die sichere Seite – anspruchsvolle Umweltstandards im innerstädtischen Verteilerverkehr“ lautet, dass Unternehmer, die Fahrzeugflotten auf abgasarmen Antrieb umstellen, könnten auch Umweltzonen frei durchfahren. Außerdem werde die Luftqualität in Innenstädten verbessert und das Unternehmen spare Geld.
Die sechs Unternehmen Deutsche Post Express GmbH (DHL), Deutsches Rotes Kreuz, Deutsche Telekom AG, Hubert Gentner Pakettransporte (UPS), TNT Express GmbH sowie trans-o-flex-Schnell-Lieferdienst GmbH & Co. KG schafften im Projektzeitraum 514 Lieferfahrzeuge mit geringeren Abgaswerten an. Sie seien mit mehr als 1,4 Millionen Euro gefördert worden. Die teilweise höheren Anschaffungskosten hätten die Unternehmen bereits nach einem Jahr „wieder eingefahren“ – ab einer Jahresfahrleistung von 15.000 Kilometern. Die eingesetzten Fahrzeuge seien zum Teil bis zu 60.000 Kilometer gefahren und hätten so entsprechend mehr gespart. Denn der betriebswirtschaftliche Vorteil der besonders leisen und abgasarmen Fahrzeuge erhöhe sich mit wachsender Kilometerleistung. Hauptgrund dafür sei der niedrige Preis des eingesetzten Kraftstoffes Erdgas. (tz)