Der Bombardier-Konzern hat am Donnerstag nicht an der Sondersitzung mehrerer Landtagsausschüsse zur Zukunft des von Schließung bedrohten Waggonbauwerks Halle-Ammendorf teilgenommen. Landtagsabgeordnete sprachen nach der Sitzung von einem Affront gegen das Parlament und einem Armutszeugnis. Die Sache werde ein Nachspiel haben. Der kanadische Bahntechnik-Konzern hatte in der vergangenen Woche angekündigt, das Werk mit rund 900 Beschäftigten bis Mitte kommenden Jahres zu schließen. Betriebsratschef Reiner Knothe, der ebenfalls zu der gemeinsamen Sitzung von Wirtschafts- und Verkehrsausschuss eingeladen war, kritisierte Bombardier scharf. Es sei schizophren, öffentlich Gesprächsbereitschaft zu signalisieren und angeblich Konsens zu suchen, andererseits die Einladung von gewählten Volksvertretern unbeachtet zu lassen. (vr/dpa)
Empörung über Bombardier
Der kanadische Konzern ignoriert Ammendorf-Sitzung