Frankfurt/Main. Werte über der 50-Punkt-Marke signalisieren Wachstum, Werte unter 50 konjunkturelle Schwäche. Erfolgreiche Werbekampagnen trugen dazu bei, dass sich die Geschäfte verbesserten. Das Auftragsplus war laut den Umfrageteilnehmern auf größere Bestellungen aus EU-Ländern, aus den USA, aus Osteuropa und Asien, darunter China, zurückzuführen. Im Vergleich zum Vormonat schwächten sich die Zuwächse beim Gesamt-Auftragseingang und bei den Exportorders jedoch etwas ab. Die höheren Kosten, unter anderem für Stahl, Öl und Chemikalien, sorgten für die Fortsetzung der Einkaufspreisinflation. Als preistreibend wirkten sich auch die höheren Transportkosten auf Grund der Mautgebühr für Lkw aus. Im Vergleich zum Vormonat hat sich der Preisanstieg jedoch weiter abgeschwächt: Er war so niedrig wie seit einem fast einem Jahr nicht mehr. Um sich gegen Lieferverzögerungen und höhere Einkaufspreise zu wappnen, bauten einige Unternehmen im Februar Vorratslager auf (Vormaterial und Halbfabrikate). Der BME/NTC Research Einkaufsmanagerindex (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Er erscheint seit 1996 unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME). Der Index wird von der britischen Mediengruppe NTC Research erstellt. Er beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern aus der Verarbeitenden Industrie in Deutschland, die nach Branche, Größe und Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt wurden.
EMI: Stabile Zuwächse bei Produktion und Aufträgen
Die weltweite Konjunkturbelebung und die daraus resultierende höhere Nachfrage nach deutschen Industrieerzeugnissen bescherten den Unternehmen auch im Februar einen steigenden Auftragseingang. Der BME/NTC Research Einkaufsmanagerindex (EMI), Ausgabe März 2005, lag auf Grund von Produktionsausweitungen im Berichtsmonat Februar bei 52,2; nach 52,4 im Januar.