Elbe-Ferry GmbH: Fährverbindung kämpft ums Überleben

06.03.2001 18:07 Uhr

Die Linie sollte für Lkw eine Alternative zum überlasteten Elbtunnel sein.

CUXHAVEN. Die am 1.August 1999 aufgenommene Fährverbindung zwischen Cuxhaven (Niedersachsen) und dem Elbe-Hafen Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) kämpft ums Überleben. Medienberichten, wonach die Verbindung bereits eingestellt worden sein soll, widersprach Stefan Widuch, Geschäftsführer der Fährlinie, im Gespräch mit der Verkehrs-Rundschau. Widuch wörtlich: "Wir fahren erstmal weiter." Widuch bestätigte, dass für das Fortbestehen der Verbindung nach einer Lösung gesucht und entsprechend verhandelt werde. Tatsache sei, dass sich die Erwartungen hinsichtlich der Frachtauslastung nicht erfüllt haben. Ursprünglich hatte der Betreiber der Fährverbindung, die Bremer Speditions-Gruppe Egon H. Harms, jährlich 40.000 Lkw auf der mit drei Fährschiffen betriebenen Verbindung erwartet. Im vergangenen Jahr waren es jedoch nur 6.200 Frachteinheiten. Für einen Teil der Auslastung sorgte das Unternehmen selbst über seine Auto-Transport-Verkehre. Neben der mangelhaften Auslastung setzten der Reederei die hohen Treibstoffkosten zu, da die renovierten gebrauchten Fähren einen hohen Brennstoffverbrauch haben. Medienberichten zufolge habe sich der Verlust auf rund zehn Millionen Mark im vergangenen Jahr belaufen haben. Widuch wollte diese Zahl nicht kommentieren, stellte jedoch fest: "Da kommt man schon recht nahe ran." (vr/eha)

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